Dehnungsstreifen vorbeugen


Jeder kennt sie, keiner kann sie so richtig leiden.

Viele Frauen „tragen“ Dehnungsstreifen an verschiedenen Stellen ihres Körpers. Manche bleiben davon verschont, viele tragen sie voller Stolz und wiederum andere, versuchen den unliebsamen Körperschmuck zu verstecken. Der Grund, warum diese liebevoll genannten „Tigerstreifen“ gerade während der Schwangerschaft auftreten, liegt an den ausgestoßenen Hormonen, die unter anderem dafür sorgen, dass die Elastizität der Haut nachlässt. Natürlich spielt die persönliche Veranlagung, wie auch bei so vielem anderen, eine besonders große Rolle, wenn es um die Ausprägung der Schwangerschaftsstreifen geht.

Bei etwa 70 bis 90 Prozent der Schwangeren treten die Streifen in der 25. Schwangerschaftswoche auf. Weniger gefährdet gelten Frauen über 30, da ihre Haut bereits elastischer ist, als die einer jüngeren Schwangeren.

Aber wen interessieren schon Statistiken, gehört man selbst doch immer zu den “Glücklichen”, die vor Dehnungsstreifen verschont bleiben - zumindest bis sie dann doch auftreten. Aber nicht jeder hat eben „gute Gene“, ein straffes Bindegewebe oder nimmt in der Schwangerschaft wenig zu. Wenn du also auch eher zu der Tiger-Fraktion gehörst, dann solltest du weiterlesen. 

Vorab sei gesagt, dass es kein Wundermittel auf dieser Welt gibt, das man auf seinen wachsenden Bauch oder die breiter werdenden Hüften auftragen kann, damit man vor diesen hinterlistigen Zeichen verschont bleibt. Aber es gibt Methoden, die man anwenden kann und deren Versuch sich auf jeden Fall lohnt.

Massagen - ein Mal ist besser als kein Mal

Massagen können unterstützend wirken, da sie die Durchblutung des Bindegewebes anregen und somit die Elastizität erhöhen. Als Beispiel soll hier die Zupfmassage vorgestellt werden. Beginnen sollte man mit ihr gegen Ende des ersten und spätestens zu Beginn des zweiten Trimesters. Empfohlen wird, dass die betroffene Region zwei Mal täglich massiert wird. Wobei auch hier gilt, ein Mal ist besser als kein Mal.

Einfach eine kleine Hautpartie zwischen Zeigefinger und Daumen nehmen und vorsichtig anheben. Den ganzen Bauch immer in Richtung Bauchnabel massieren. Den Bereich um das Schambein jedoch auslassen, da die Massage Wehen auslösen könnte. Abschließend mit kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn den Bauch streicheln.
Einen Monat vor dem errechneten Geburtstermin sollte der Bauch nur noch behutsam eingecremt und auf die Zupfmassage verzichtet werden. Die gesamte Massage muss komplett schmerzfrei ablaufen. Falls du zu der Gruppe der Risikoschwangeren gehörst, dann sprich davor erst mit deinem Arzt, ob eine sorgenfreie Anwendung möglich ist. Unterstützend kannst du ein Öl oder eine Creme verwenden und diese zu Beginn auf dem Bauch, dem Oberschenkel oder der Brust verteilen.


Unterstützende Helferlein - welche Öle & Cremes eignen sich gut?

Öle und Cremes spenden Feuchtigkeit und helfen das Spannungsgefühl zu mindern und die beanspruchte Haut zu pflegen. Besonders gut geeignet sind Öle und Cremes mit natürlichen Inhaltsstoffen, die viel Vitamin E enthalten, wie Sesamöl, Weizenkeimöl, Jojobaöl oder Mandelöl. Auch reine Kakaobutter hat eine pflegende Wirkung.

Wenn alles zu spät scheint! - Vorsorge ist besser als Nachsorge

Es ist mit Sicherheit leichter Dehnungsstreifen vorzubeugen, als diese nachträglich mindern zu wollen - aber auch dies ist nicht unmöglich. Wer den Dehnungsstreifen den Kampf ansagen möchte, der kann verschiedene - zum Teil sehr kostspielige - Methoden versuchen. Die Verbesserung des Hautbildes kann zum Beispiel durch IPL Anwendungen oder Micro-Needling erreicht werden. In beiden Fällen wird die körpereigene Kollagenproduktion angeregt. Wer auf natürliche Lösungen zurückgreifen möchte, der kann es mit Wildrosenöl versuchen. Mit viel Vitamin C, E und A wirkt es heilend auf Narben und Dehnungsstreifen. 

Für all diejenigen, die es mit der Vorsorge versuchen möchten, haben wir in unserer Box Bauchalarm für das zweite Trimester einige Produkte zum Testen zusammengestellt.

Das Auftreten von Dehnungsstreifen ist natürlich in großem Maße abhängig von der Beschaffenheit des eignen Bindegewebes, doch kann eine gute Hautpflege, leichte Gymnastik oder Yoga und die richtige Ernährung viel dazu beitragen, Dehnungsstreifen zu lindern. Mehr zum Thema Ernährung in der Schwangerschaft wird es in einem der nächsten Blogbeiträge geben.


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